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Ehefähigkeitszeugnis und unnötige Komplikationen durch das Deutsche Institut

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Re: Ehefähigkeitszeugnis und unnötige Komplikationen durch das Deutsche Institut

Postby Tarr » 11 May 2016, 19:01

Hallo,
Jetzt mal im Allgemeinen gesagt:
Ich will mich in Taiwan mit einer Frau von hier verheiraten und wir fragten nach der Prozedur bei dem hießigen deutschen Amt, und bei der zuständigen Taiwan Behörde.
Und jetzt schwimme ich voll oder besser gesagt geh sozusagen den Bach runter.
Die erhaltenen Auskünfte waren etwas sehr unterschiedlich.

....Wie geht das - welche Dokumente brauch ich und wo fordere ich die an, und was braucht meine Verlobte?
Ich wäre dankbar falls jemand das klar darstellen könnte.
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Re: Ehefähigkeitszeugnis und unnötige Komplikationen durch das Deutsche Institut

Postby milkalex » 11 May 2016, 19:45

Hi Tarr,

du brauchst lediglich ein Ehefähigkeitszeugnus aus Deutschland damit du deine zukünftige Frau hier in Taiwan heiraten kannst. Das ist wirklich alles! Allerdings benötigst du für dieses Zeugniss einige Dokumente deiner Frau die auch Notariell beglaubigt und übersetzt sein müssen! Eventuell hast du Glück und dein Standesamt akzeptiert die Englischen Originale, meins wollte ausschließlich Deutsch. Mit Übersetzer in Deutschland und den ganzen Stempelkosten kommst du um die 300 EUR hin. Was du alles brauchst steht hier http://www.taipei.diplo.de/Vertretung/t ... __Twn.html. Ach ja, wenn du dann das Ehefähigkeitszeugnis hast, musst du das in Deutschland ins Chinesische übersetzen und zur Taiwan Botschaft in Berlin schicken! Die machen dann für 25 EUR einen Stempel drauf und schicken es dir wieder zu. Bitte rechne unbedingt mit 3 Monaten für diese ganzen rennerei!
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Re: Ehefähigkeitszeugnis und unnötige Komplikationen durch das Deutsche Institut

Postby MoTi » 12 May 2016, 18:53

"mit einer Frau von hier verheiraten"
(geiles Deutsch ...)

Es scheint wohl keine klare Linie zu geben.
Das DI will in der Tat nur abkassieren, um die Miete in 101 zu zahlen.
(erst Recht, nachdem die Einnahmequelle Besuchsvisa fuer TW entfallen ist).

Bist du noch in D gemeldet ?

Brauchst du das JFRV oder hast du eh ein "sicheres, langfristiges" Arbeitsvisa ?
(falls ja, kannst du nach 5 Jahren eh deine PARC beantragen)

Meiner Meinung nach kannst du nur mit einer deutschen Meldebescheinigung
(woraus Status Single erkennbar ist) problemlos in TW heiraten.

Fuer ein JFRV ist aber das volle Programm erforderlich, inkl. beruechtigtes
deutsche EFZ, beglaubigte deutsche Heiratsurkunde und pol. FZ.
(und wahrscheinlichem Hongkong-Trip zwecks Resident-Visa)

Es gibt aber wohl Einige hier im Forum, die andere Erfahrungen gemacht haben,
vieles haengt von den oertlichen Standesaemtern in D ab und die offiziellen Aemter
in Taiwan fahren wohl auch keine gemeinsame Linie.

Ich meine mich aber zu erinnern, dass es in D ein neueres Personenstandsgesetz
seit 2009 gibt, was die Vorgaenge etwas vereinfacht hat.
(war aber 1 Jahr nach meiner Heirat)
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Re: Ehefähigkeitszeugnis und unnötige Komplikationen durch das Deutsche Institut

Postby milkalex » 12 May 2016, 19:53

MoTi,

das ist kompletter Müll den du hier schreibst. Er braucht ein Ehefähigkeitszeugnis und sonst nichts. Klar das Zeugnis zu bekommen hat einige Hürden, aber die sind nicht sehr komplex und bedürfen lediglich ein paar Stempel und Übersetzungen. Wenn er dann Verheiratet ist, das geht beim Household Office mit besagtem Ehefähigkeitszeugnis in 10 Minuten, kann er direkt zur IMMI und sich für 1000NT eine ARC abholen mit dem neuen Householdregistration Papier das er vor 10 Minuten bekommen hat.
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Re: Ehefähigkeitszeugnis und unnötige Komplikationen durch das Deutsche Institut

Postby NeiHu » 12 May 2016, 20:42

MoTi wrote:"...
Das DI will in der Tat nur abkassieren, um die Miete in 101 zu zahlen.
(erst Recht, nachdem die Einnahmequelle Besuchsvisa fuer TW entfallen ist)...


Lol - das ist geil und beweist mal wieder eindrucksvoll, dass man trotz null Ahnung dennoch eine starke Meinung haben kann:-)

Aber zum Eigentlichen: Es mag in sehr seltenen Fällen passieren, dass man auf eine taiwanische Beamte trifft, die genauso wenig Ahnung vom taiwanischen Recht hat wie MoTi von finanziellen Belangen des DI, aber Du heiratest dann ohne die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten und wer weiß, ob Dir das nicht eines Tages auf die Füße fällt. Daher ist man auf der sicheren Seite, wenn man wie vorgeschrieben sich das deutsche Ehefähigkeitszeugnis beschafft, bevor man in Taiwan heiratet. Das Zeugnis bescheinigt zwar DEINE Ehefähigkeit, aber Du musst dennoch Daten zu Deiner Verlobten vorlegen. Und das macht es kompliziert, denn Du musst die Unterlagen Deiner Verlobten vom DI beglaubigen lassen, bevor sie bei der deutschen Behörde vorgelegt werden können. Umgekehrt muss dann Dein deutsches Ehefaehigkeitszeugnis von der Taipei-Vertretung beglaubigt werden, damit Du es bei der taiwanischen Stelle vorlegen kannst. Hier gibt es Infos dazu: http://www.taipei.diplo.de/Vertretung/t ... __Twn.html
Das ist der korrekte, wasserdichte Weg.
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Re: Ehefähigkeitszeugnis und unnötige Komplikationen durch das Deutsche Institut

Postby MoTi » 13 May 2016, 01:39

@ Milkalex

Ich kenne "Tarrs" Situation nicht. Will er hier nur heiraten (soll es ja durchaus geben) ?
> In diesem Fall reicht in der Tat eine deutsche Meldebescheinigung (ins Englische uebersetzt).
Quelle: Ein Bekannter, der genau dieses in 2010 gemacht hat. Mit der Konsequenz, dass seine Eheschliessung keine Rechtsgueltigkeit in Deutschland hat.

Fuer den Fall, dass "Tarr" ein JFRV beantragt, ist natuerlich das Ehefaehigkeitszeugnis erforderlich. Und ich habe auch nichts anderes geschrieben - also wo ist bitteschoen "der Muell" ?

Davon einmal abgesehen ist dieses verflixte Ehefaehigkeitszeugnis eher fuer den deutschen Rechtsbereich, da man eben
ohne EFZ keine deutsche Heiratsurkunde bekommt.
Man kann also (wie oben beschrieben) vorab mit "Meldebescheinigung" heiraten - fuer eine heiratsbezogene ARC kommt man
aber um das EFZ, pol.FZ und deutscher Heiratsurkunde (alles uebersetzt, vor -und ueberbeglaubigt) nicht herum.
(Ein "User" hat allerdings hier beschrieben, das es bei ihm ohne deutsche Heiratsurkunde ging)


@ Neihu
Vollkommen richtig. Insbesonders die Sache, dass der taiwanesische Partner seine Ehetauglichkeit "beweisen" muss. Kann schon schwierig werden, wenn Geburtsurkunden fehlen oder wie in meinem Fall meine ex-Frau ihren Vornamen geandert hat (gleiche Betonung, andere Schriftzeichen - und ja, meine deutsche Standesbeamtin ist darauf aufmerksam geworden (!!)

Was das DI betrifft:
Natuerlich habe ich keine Ahnung, aber es faellt schon auf, was alles mit gebuehrenpflichtigen Stempeln versorgt werden muss.
Und natuerlich waren das "Einnahmen", da nun schaetzungsweise (zehn)tausende Touristen-Besuchs-Visa fuer Taiwanesen nun gebuehrenfrei sind.

In diesem Zusammenhang ist es auch interessant, dass die Festlands-Chinesen sich ueber das Gebuehren-Modell der deutschen Botschaft und deren Konsulate in China beschweren, da deutsche "Schengen-Visa" die mit Abstand teuersten sind und regelrecht andere EU-Laender (insbesonders Frankreich) verstaerkt angesteuert werden.

So vieles ist Abzocke:
Ich verstehe immer noch nicht, warum Ehepartner sogenannter 1st class Laender wie zb. USA/Canada, Aus, NZ, Japan und Suedkorea, SIN etc keinen A1 Sprachnachweis fuer Familien-Zusammenfuehrung benoetigen, Taiwanesen aber immer noch der anderen Gruppe von Laendern angehoeren, obwohl seit Jahren nunmehr "visabefreit" ...
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